Regionalkreis Köln am 14.06.2022

Am 14.06.2022 tagte der Regionalkreis Köln auf Schloss Herrnstein und widmete sich dem Thema Grundsteuer-Neuberechnung. Dazu trug Herr Felix Reimann von der wetreu Alfred Haupt KG umfangreich vor. Kompliziert wird es für die Betriebe, die in der Hofstelle neben Verwaltung und Mitarbeiterräumen wohnen und ggf. auch noch weitere Wohnungen vermieten. Diese fallen dann nicht mehr unter Land- und Forstwirtschaft. Der Eigentümer muss sich vorab die Nutzungsart seiner Flächen und Räumlichkeiten ansehen und diese in wirtschaftliche Einheiten unterteilen. Für diese Einheiten sind gesonderte Aktenzei-chen zu beantragen. Bisher sieht es so aus, als würden die Waldflächen überproportional im Wert steigen. Bezüglich der Befreiung von der Grundsteuer bleiben die §§ des GrdStG in Kraft. Eine Befreiung ist jeweils bis zum 31.03. des Folgejahres zu beantragen.

Regionalkreis Düsseldorf am 09.06.2022

Am 09.06.2022 fand der Regionalkreis Düsseldorf auf Schloss Ossenberg statt. Nach einer Führung durch den Park von Schloß Ossenberg folgte der Vortrag von Herrn Elmar Brügger, Landwirtschaftskammer NRW, zu Anlagen zum Heizen und zur Erzeugung und Speicherung von Strom für die Eigennutzung. Es war ein interessanter Kurzüberblick zum Stand der Technik und zur Rentabilität von z.B. Holzheizungen, Wärmepumpen, BHKW, Photovoltaik, thermische Solarenergie und Stromspeicherung.

Windenergie im Wald: Fakten und Argumente

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen für den Klimaschutz und für die Energieversorgung zwei Prozent der Landesfläche Deutschlands für Windenergie ausgewiesen werden. Eine zentrale Herausforderung ist hier die ausreichende Bereitstellung nutzbarer Flächen.

Der Wald und vor allem die in den letzten Jahren entstandenen Kahlflächen stellen einen potenziellen Standort für Windenergieanlagen dar. Hier gibt es viele Bedenken.

Wir haben das Argumentationspapier „Windenergie im Wald: Fakten und Argumente“ zusammengestellt. Wir zeigen darin auf der Grundlage sachlicher Argumentation die Vor- und Nachteile von Windenergie im Wald auf.

Windenergie im Wald_26.4.2022

 

 

Denkmalschutzgesetz NRW: Familienbetriebe Land und Forst begrüßen Modernisierung

Düsseldorf, 5. April 2022. Die Familienbetriebe Land und Forst NRW begrüßen die Änderungen des Denkmalschutzgesetzes in Nordrhein-Westfalen. „Die Novelle des 40 Jahre alten Gesetzes verspricht bei Denkmälern einfachere Abläufe und einen schnelleren Vollzug. Das ist wichtig, denn nur ein genutztes Denkmal bleibt auch erhalten. Nur Räume, die gelüftet und geheizt werden, setzen keinen Schimmel an“, erläutert Max v. Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst NRW e.V.

Elverfeldt begrüßt außerdem die Möglichkeit, künftig Erneuerbare Energien an Denkmälern anbringen zu können. „Natürlich wird niemand eine Photovoltaikanlage über dem Eingangsportal anbringen, aber auf dem Dach eines Nebengebäudes kann das durchaus Sinn machen, schließlich sind ein Großteil der schützenswerten Gebäude nicht als Denkmäler, sondern als Wirtschaftsgebäude errichtet worden.“ Besonders erfreulich sei, dass einfache wiederkehrende Instandhaltungsarbeiten zukünftig keiner Genehmigung vorab mehr bedürfen. Eine ordnungsgemäße Ausführung werde schon dadurch sichergestellt, dass die Denkmalbehörde die Arbeiten für die notwendige Steuerbescheinigung abnehmen müsse. Eine Gefahr für die Denkmäler durch das neue Gesetz sieht von Elverfeldt in seinem Umfeld nicht: „Wir bzw. unsere Vorfahren haben unsere Denkmäler bereits erhalten, als es noch gar kein Denkmalschutzgesetz gab, insofern gibt es keinen Grund, dies unter neuen gesetzlichen Regelungen nicht auch weiter zu tun.“

Über 80 Prozent der rd. 90.000 Denkmäler in NRW befinden sich im Privateigentum. Sie werden von ihren Eigentümern oft bereits seit Generationen gepflegt und erhalten und werden oftmals auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, damit sich Besucher an ihnen erfreuen können. Die Anforderungen an modernes Wohnen und Arbeiten sowie die zunehmend notwendige Ausrichtung auf Energieeffizienz bedingen zumeist einen hohen Renovierungs- und Instandsetzungsaufwand für die Denkmäler.

Pressemitteilung FabLF vom 05.04.2022

Podiumsdiskussion im Rahmen der Mitgliederversammlung am 15.02.2022

Auf unserer Mitgliederversammlung standen uns die Abgeordneten Bianca Winkelmann, Markus Diekhoff, André Stinka und Norwich Rüße bei der Podiumsdiskussion Rede und Antwort. Wir haben ähnliche Fragen als „Wahlprüfsteine“ an die Parteien geschickt. Dabei durften wir nur 8 Fragen mit maximal 300 Zeichen einreichen. Die Antworten der Parteien finden Sie in den nachfolgenden Dokumenten.

CDU_Wahlprüfsteine_FabLF_2022

FDP_Wahlprüfsteine_FabLF_2022

SPD_Wahlprüfsteine_FabLF_2022

Grüne_Wahlprüfsteine_FabLF_2022

 

Aktionsbündnis stellt Positionen zur Stärkung des ländlichen Raums vor

Elverfeldt: „Die großen Herausforderungen im Klima-, Natur- und Umweltschutz sind nur mit den Vertretern des ländlichen Raums zu lösen.“

Düsseldorf/Werl. 16. März 2022. Anlässlich des Politischen Waldbauerntages am heutigen Mittwoch in Werl hat das Aktionsbündnis Ländlicher Raum seine Positionen zur Landtagwahl vorgestellt. „Nur gemeinsam mit den Vertretern des ländlichen Raums können praktikable und zielführende Wege zur Bewältigung der großen Herausforderungen im Klima-, Natur- und Umweltschutz gefunden werden. Wir stehen als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung und erwarten, dass wir in die kommenden Debatten aktiv mit eingebunden werden“, betont Max v. Elverfeldt, der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst Nordrhein-Westfalen.

Die ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens decken mit ihren landwirtschaftlichen Nutzflächen, Wäldern und Gewässern rund drei Viertel der Landesfläche ab. Sie leisten wichtige Beiträge zur Versorgung mit lokal erzeugten Nahrungsmitteln und Rohstoffen, bei der Bereitstellung regenerativer Energien, der Pflege und Aufrechterhaltung vielfältig gegliederter Natur- und Kulturlandschaften sowie zum Erhalt der Biodiversität durch abwechslungsreiche Lebensräume.

Im Mittelpunkt der Forderungen des Aktionsbündnisses an die Politik steht, die Anliegen des ländlichen Raumes bei politischen Entscheidungsprozessen zu berücksichtigen, kooperativen Lösungen bei der Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen den Vorrang zu geben und das Eigentum an Grund und Boden zu schützen.

Das Positionspapier finden Sie hier

Positionspapier ALR

 

Denkmalschutzgesetz

Am 16.02.2022 wurde der neue Entwurf des Denkmalschutzgesetzes NRW in den Landtag eingebracht. Der Entwurf liegt uns vor und wir wurden zur Anhörung am 18.03.2022 eingeladen. In dem neuen Entwurf wurden einige unserer Forderungen aufgenommen. Die Energetische Sanierung und die Erneuerbaren Energien werden zwar in die Abwägung aufgenommen erhalten aber keinen größeren Wert. Besonders erfreulich ist aber, dass die Zuschuss-Förderung im bekannten Rahmen beibehalten wird und für das Jahr 2022 69,6 Mio € an Fördergeldern bereitgestellt wurden. Das ist eine enorme Steigerung und damit auch eine Anerkennung der Leistungen der privaten Denkmaleigentümer.

Stellungnahme vom 09.03.2022 zum Denkmalschutzgesetz

Wolfsverordnung NRW

Wir hatten die Möglichkeit, zur „Verordnung über die Zulassung von Ausnahmen von den Schutzvorschriften für den Wolf (Wolfsverordnung Nordrhein-Westfalen – WolfsVO NRW)“ eine Stellungnahme abzugeben. Die Verordnung regelt das Verscheuchen, Vergrämen und Entnehmen des Wolfes und lehnt sich dazu an die bereits gültige niedersächsische Verordnung an. In dem Entwurf sind auch Regelungen zur Entnahme von Wölfen im Interesse der Gesundheit von Menschen und zur Abwehr ernster wirtschaftlicher Schäden zu finden. Die Entnahme bleibt eine Einzelfallentscheidung, die beantragt werden muss.

Stellungnahme vom 14.02.2022 zur Wolfsverordnung

Jahreshauptversammlung am 15.02.2022

Wir freuen uns sehr, dass so viele Mitglieder zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung erschienen sind und mit uns einen interessanten und kurzweiligen Abend verbracht haben. Insbesondere die Podiumsdiskussion war sehr informativ und die Stimmung locker und fröhlich.

Einig waren sich die Parteien bei den Themen der Honorierung der Leistungen des Waldes, dass der Wald wiederaufgeforstet werden muss und die Waldbesitzer dazu finanzieller Unterstützung bedürfen und dass der Erholungsdruck auf den Ländlichen Raum kanalisiert werden muss. Zu letztem Punkt weiß die Politik aber auch keine Lösung. Dazu bedarf es der umweltpolitischen Bildung der Bevölkerung. Kontrovers wurde darüber diskutiert, ob und wie Biodiversität ein Wirtschaftszweig für Unternehmen darstellen kann und wo man sich Windenergieanlagen im Wald vorstellen kann. Dazu erstaunte Norwich Rüße von den Grünen, der durchaus auch Laubwald in Randlagen als Standorte sah. Zum Abschluss erklärten alle Abgeordneten, dass sie das Umweltministerium besetzen wollen. Bianca Winkelmann sieht den Ländlichen Raum als Kernthema, dazu gehören bezahlbarer Wohnraum, Infrastruktur vor Ort und die Umstellung der Nutztierhaltung, Andre Stinka legt den Fokus auf Wald, Landwirtschaft und Planungssicherheit, Markus Diekhoff würde als erste Handlung dafür sorgen, dass der Wolf geschossen werden darf, Norwich Rüße ließ seine ersten Handlungen offen und verwies darauf, dass einiges zu tun sei.

Wiederaufforstung – Familienbetriebe Land und Forst NRW begrüßen den Wegfall der Förderhöchstgrenze

Düsseldorf, 03.03.2022. Das Umweltministerium hat die Förderhöchstgrenze je Forstbetrieb für Maßnahmen zur Verkehrssicherung, der Anlage von Holzlagerplätzen und vor allem der Wiederaufforstung von Kalamitätsflächen aufgehoben. Der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst in NRW, Max von Elverfeldt, begrüßt dies ausdrücklich. „Die große Aufgabe der Wiederbewaldung der von Dürre und Borkenkäferbefall zerstörten Wälder kann nur gelingen, wenn jeder Hektar gefördert wird. Eine Begrenzung der Förderung je Eigentümer stand dieser Mammutaufgabe entgegen.“

Auch die vorgesehene Umstellung der Förderung auf pauschale Flächenzahlungen je Hektar Pflanzung steht er optimistisch gegenüber. Die Antragstellung werde enorm vereinfacht. Es müsse sich allerdings noch herausstellen, ob die Anforderungen, die an Baumarten und Mischung gestellt werden, der Praxis entsprechen und ob die Richtlinie auch in der Umsetzung tatsächlich einfacher wird. Die Familienbetriebe Land und Forst NRW e.V. werden dies konstruktiv begleiten.

Pressemitteilung FabLF vom 03.03.2022

 

 

 

Landesnaturschutzgesetz NRW

Am 04.10.2021 fand die Anhörung zum Änderungsgesetz des LNatSchG statt. Wir haben vorab eine Stellungnahme abgegeben, in der wir auch deutlich gemacht haben, dass wir die vorgenommenen Änderungen für nicht ausreichend halten. In der Anhörung kamen wir viel zu Wort und konnten dazu ausführen, dass wir uns ein innovativeres Ausgleichssystem wünschen, dass Maßnahmen aus verschiedenen Bereichen miteinander kombiniert werden sollen, dass Ökopunkte vereinheitlicht werden und prioritär genutzt werden sollen und dass nicht nur die Land- und Forstwirtschaft, sondern auch die Kommunen Maßnahmen zum Artenschutz ergreifen müssen.

Stellungnahme zum LNatSchG NRW

Windenergie

In unserem Mitgliederkreis wurde vielfach das Interesse am Bau von Windenergieanlagen auf den vom Borkenkäfer betroffenen Kalamitätsflächen geäußert. In unserer Landesregierung wird Windenergie im Wald derzeit sehr restriktiv bewertet, die FDP lehnt sie ausdrücklich ab. Um den Ausbau der Windenergie in NRW zu unterstützen, haben wir anliegendes Papier entworfen, das wir Ihnen zur Information zur Verfügung stellen. Nutzen Sie die Inhalte gerne, um – auch im nahenden Landtagswahlkampf – Entscheider und Politiker vor Ort für das Thema zu sensibilisieren.

210624_Fablf_Positionspapier WEA_Wald

Wälder sind von existenzieller Bedeutung für den Klimaschutz

Umweltministerkonferenz: Drei Viertel der Bevölkerung für Honorierung der CO2-Speicherleistung des Waldes

Düsseldorf/Berlin 20.04.2021. Anlässlich der Umweltministerkonferenz vom 21.-23. April 2021 heben die AGDW – Die Waldeigentümer und die Familienbetriebe Land und Forst die Klimaschutzleistung ihrer Wälder hervor und erneuern ihre Forderung nach einer Honorierung der CO2-Speicherleistung. „Als größter CO2-Senker überhaupt ist die Forstwirtschaft «Stakeholder Nr.1» in Sachen Klimaschutz des Landes“, sagten Hans-Georg von der Marwitz und Max von Elverfeldt, Vorsitzende der beiden Verbände. Deutschlands Wälder speichern 58 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Zusätzlich werden durch Holzverwendung und Substitutionen jedes Jahr weitere 69 Millionen Tonnen CO2 gebunden.
Die Waldbesitzerverbände warnen mit Blick auf die ambitionierten nationalen und europäischen Klimaziele: „Unsere Wälder sind von existenzieller Bedeutung als Sauerstofflieferant und Klimaschützer. Es handelt sich daher um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, unsere Wälder mit Blick auf die kommenden Generationen zu stabilisieren“, so die beiden Vorsitzenden.
Der Wald bindet dabei nicht nur CO2, auch als Ökosystem ist er ein wahres Multitalent: Wälder sind Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Wald ist Erholungsort, er produziert Sauerstoff, er ist Wasserspeicher, und er besitzt die Eigenschaft, der Atmosphäre durch Photosynthese CO2 zu entziehen und dieses in seinem Holz zu binden. Ein nachhaltig bewirtschafteter, wachsender Wald bindet jährlich bis zu acht Tonnen CO2 pro Hektar; dies entspricht der Pro-Kopf-Emission pro Jahr und Einwohner in Deutschland.
Für die Honorierung der Klimaschutzleistung liegt bereits ein schlüssiges Modell auf dem Tisch, so die Vertreter der privaten wie kommunalen Waldbesitzer. Es orientiert sich an dem stofflichen Anteil des zuwachsenden Holzes, der nicht energetisch genutzt wird. Mit dem festgelegten CO2-Preis von anfänglich 25 Euro würde die Klimaleistungsprämie danach 112,50 Euro pro Jahr und Hektar betragen. Gemessen am Finanzplan der Bundesregierung, der 26,8 Milliarden Euro an Klimaschutzinvestitionen aus dem Energie- und Klimafonds vorsieht, entspricht die Forderung der Waldeigentümer – bezogen auf 11,4 Mio. Hektar Wald in Deutschland – nicht einmal fünf Prozent dieser Investitionen, so die beiden Vorsitzenden.

In einer aktuellen, repräsentativen Yougov-Umfrage sehen 93 Prozent der Deutschen im Wald einen wichtigen Baustein für mehr Klimaschutz; 76 Prozent sprechen sich für eine dauerhafte Unterstützung des Waldes und seiner Bewirtschafter aus Mitteln des neuen Energie- und Klimafonds (EKF) aus.

Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie unter: www.wald-ist-klimaschützer.de

Pressemitteilung FabLF und AGDW vom 20.04.2021

Baugesetzbuch

Im Entwurf des Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur Ausführung des Baugesetzbuches in Nordrhein-Westfalen des MHKBG wird der Mindestabstand von Windkraftanlagen zu Wohnbebauung auf 1.000 m festgesetzt. Dies gilt für innerhalb im Zusammenhang bebaute Ortsteile, sofern dort Wohngebäude nicht nur ausnahmsweise zulässig sind und in zulässigerweise errichteter zusammenhängender Bebauung mit mindestens zehn Wohngebäuden im Außenbereich. Der Abstand bemisst sich von der Mitte des Mastfußes bis zum nächstgelegenen Wohngebäude. Die Regelung gilt nicht für vor dem 21.12.2020 beantragte Anlagen. Für wirksame Flächennutzungshöhe bleibt es bei der 3fachen Anlagenhöhe.

Stellungnahme zum Baugesetzbuch vom 25.01.2021

Wald ist Klimaschützer Nr. 1 – Drei Viertel der Bevölkerung befürworten eine Vergütung der CO2-Speicherleistung des Waldes

Berlin, Düsseldorf 18.03.2021. Anlässlich des 50. „Internationalen Tag des Waldes“ am 21. März stellen die AGDW – Die Waldeigentümer und die Familienbetriebe Land und Forst (FABLF) die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage vor. Danach sprechen sich 76 Prozent der Bevölkerung für eine dauerhafte Unterstützung des Waldes und seiner Bewirtschafter aus Mitteln des neuen Energie- und Klimafonds (EKF) aus. „Der Wald speichert rund 14 Prozent der bundesdeutschen CO2-Emissionen und ist damit der Klimaschützer Nr. 1“, sagten die beiden Vorsitzenden Hans-Georg von der Marwitz und Max von Elverfeldt.

Klimaresilienter Waldaufbau muss im Focus stehen
„Das Ergebnis dieser Umfrage bestärkt uns in unserem Einsatz für eine Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes und seiner Bewirtschafter“, erklärt Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst. Sein Verband setzt sich im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Wald ist Klimaschützer“ für diese Honorierung ein. Der Hintergrund: Die Verursacher von CO2-Emissionen zahlen seit dem 1. Januar 2021 25 Euro pro Tonne CO2 in den Energie- und Klimafonds ein. „Wälder sind die Lebensgrundlage unserer Gesellschaft. Es handelt sich daher um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Wälder mit Blick auf die kommenden Generationen klimastabil umzubauen“, sagte Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer.

93 Prozent der Deutschen sehen im Wald einen wichtigen Baustein für mehr Klimaschutz
Der Wald in Deutschland speichert rund 127 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr. 93 Prozent der Befragten stufen ihn daher als wichtigen Baustein für den Klimaschutz ein; für 83 Prozent der Befragten ist der Klimaschutz grundsätzlich ein wichtiges oder sehr wichtiges Thema. Daher der gemeinsame Appell der beiden Verbände: „Der Wald ist systemrelevant. Um unsere Wälder angesichts des Klimawandels für die Gesellschaft langfristig stabilisieren und um den nachhaltigen Rohstoff Holz weiterhin zur Verfügung stellen zu können, müssen wir jetzt in ein Vergütungssystem einsteigen, das die Klimaschutzleistung der Wälder honoriert.“

Multitalent Wald bindet jährlich acht Tonnen CO2 pro Hektar
Der Wald bindet nicht nur CO2, auch als Ökosystem ist er ein wahres Multitalent: Wälder sind Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Wald ist Erholungsort, er produziert Sauerstoff, er ist Wasserspeicher, und er besitzt die Eigenschaft, der Atmosphäre durch Photosynthese CO2 zu entziehen und dieses in seinem Holz zu binden. Ein nachhaltig bewirtschafteter, wachsender Wald bindet jährlich bis zu acht Tonnen CO2 pro Hektar; dies entspricht der Pro-Kopf-Emission pro Jahr und Einwohner in Deutschland.

Ein schlüssiges Honorierungsmodell liegt bereits vor
Für die Honorierung der Klimaschutzleistung liegt bereits ein schlüssiges Modell auf dem Tisch. Es orientiert sich an dem stofflichen Anteil des zuwachsenden Holzes, der nicht energetisch genutzt wird. Mit dem festgelegten CO2-Preis von anfänglich 25 Euro würde die Klimaleistungsprämie danach 112,50 Euro pro Jahr und Hektar betragen. Gemessen am Finanzplan der Bundesregierung, der 26,8 Mrd. Euro Klimainvestitionen aus dem Energie- und Klimafonds vorsieht, entspricht die Forderung der Waldeigentümer – bezogen auf 11,4 Mio. Hektar Wald in Deutschland – nicht einmal fünf Prozent dieser Klimainvestitionen, so die beiden Vorsitzenden.

Hinweis zur Umfrage:
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.018 Personen zwischen dem 05.03.2021 und 08.03.2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Pressemitteilung FabLF und AGDW vom 18.03.2021